Coast Guard — Die Adventure-Simulation im Test

In Coast Gurad schlüpfen wir in die Rolle von Finn, Captain bei der Küstenwache.Mit unserem Schiff, der Daniel Defoe und dem Tochterboot Luke Fox bestreiten wir unsere Einsätze auf hoher See.***Da dieses Spiel sehr Storylastig ist möchte ich euch so wenig wie möglich Spoilern also erwähne ich die Kampagne auch nur kurz im Test.***

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Unterwegs im Tochterboot.Vor uns die Daniel Defoe.

Zu Beginn der Story werden wir aber erstmal vorsichtig an das Thema und die Steuerung herangebracht.Passend dazu erledigen wir auch eher alltägliche Aufgaben ,wie Schiffen in Not zu helfen und Auffälligkeiten zu kontrollieren.Dies ändert sich aber rasch ,da die Story doch recht zügig an Fahrt aufnimmt.Und ab jetzt wird es richtig interessant.Was am Angang wie eine stumpfe Simulation wirkt entwickelt sich zu einem richtigen Adventure mit teilweise echt knackigen Rätseln.Ganz wichtig ist dabei etwas Geduld und eine guten Riecher für Lüge und Wahrheit zu haben.Es müssen nämlich viele Verdächtige befragt und deren Lügen enttarnt werden.Zum Ende des Spiels werden wir auch noch einen ausgewachsenen Komplott aufdecken und uns in Lebensgefahr begeben.

Aber genug davon…Durchleuchten wir jetzt die Dinge ohne ,die es überhaupt kein Spiel gäbe…

Fangen wir mit dem offensichtlichsten an. Der Grafik.Auf den ersten Blick macht das Spiel einen recht guten Eindruck. Vor allem das Wasser überrascht mit einer unerwartet guten Qualität..Wenn sich die Daniel Defoe durch Meter hohe Wellen kämpft sieht das ganze schon recht beeindruckend aus.Auch das Kielwasser ,welches von dem Antrieb aufgebrodelt wird ist an der Realität angelehnt.Von den Texturen her brauchen wir uns auch nicht beschweren.Zumindest die Schiffe sehen perfekt aus.Klar sind es keine übermäßig guten Foto realistischen Texturen ,aber das kann man bei dieser Preisklasse auch nicht erwarten.

Audio-technisch hat das Spiel etwas mehr zu bieten als mancher Genre Mitstreiter..Es gibt eine komplette Sprachausgabe(Synchro) mit recht ordentlichen Sprechern. Leider hat es wohl nicht für eine deutsche Synchro gereicht aber dafür gibt ja noch Untertitel und die deutschen Menüs.Wenn man der englischen Sprache mächtig ist macht das ganze aber noch einen klein Ticken mehr Spaß.Die Soundeffekte sind auch meist gut gelungen.Die Schiffsdiesel brummen ordentlich und auch andere Sachen ,wie quietschende Türen und loderndes Feuer wurden nicht vernachlässigt.Einzig die Schritt-Geräusche sind nicht so gut gelungen aber darüber kann man hinwegsehen.

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Die Bohrinsel spielt eine wichtige Rolle in der Story.

Der wichtigste Baustein fehlt aber noch.Das eigentliche Gameplay..Nun..Ja..Ein Zwidder auch Simulation und Andventure?Das können wir so im Raume stehen lassen.Im einen Moment müssen wir unsere nautischen Kentnisse beweisen..Im anderen Moment müssen wir aber unseren inneren Sherlok Holmes hervorholen und zwischen Lug und Betrug die Wahrheit ans Licht bringen.Aber bröseln wir das noch etwas mehr auf.

Der eher Simulator mäßige Teil besteht größtenteils aus der Steuerung unserer Schiffe und derer technischen Ausrüstung. Die Steuerung fühlt sich realistisch an da es auch verschiedene Schubstufen und auch sogar ein Bugstrahlruder bei der der Daniel Defoe gibt und bei starkem Wellengang mit dem Tochterboot wieder an der Defoe anzulanden ist eine echte Herausforderung. Desweiteren müssen wir auch mit den Löschkanonen Brände löschen und im Labor Spuren aufbereiten.Aber das steuern unserer Schiffe macht nicht den größten Teil des Spaßes aus.Ein dicker Pluspunkt des Spiels ist der Adventure-Modus.Dort verhören wir Verdächtige,befragen Zeugen,sprechen uns mit der Crew ab und müssen harte Rätsel lösen. Dafür müssen wir einen siebten Sinn entwickeln und auch ,wenn wir zum x-ten Mal mit der selben Person sprechen nicht den Biss verlieren. Streitereien mit der Crew und teilweise echt lustige Gestalten sind da vorprogrammiert.Beide Genre-Einflüsse gemixt ergeben also ein rundes Spielerlebnis welches es so noch nicht so oft gab.

Da wir nun alles wichtige abgegrast haben sollten wir langsam zum Ende kommen..Bei den Lesern schwindet die Aufmerksamkeit und mir gehen langsam die flotten Floskeln aus…Also gut***Reusper***.

Eine Frage ,die ich mir schon die ganze Zeit stelle ist, warum gottverdammt nochmal keiner in dem Spiel eine Rettungsweste trägt..Aber das wird wohl ein Geheimnis bleiben..Sehen wir über diesen unerfüllten Bildungsauftrag hinweg und reden Tacheles..Ich kann euch das Spiel nur wärmstens empfehlen.Es hat mir Spaß gemacht in die Rolle von Finn zu schlüpfen und viel teilweise frustrierende Ermittlungs-Sackgassen ,die schon mal mit dem einem oder anderem Range Quit geendet sind zu erleben.So viel Spaß hatte ich schon länger nicht mehr beim Testen eines Spiels.Um das Spiel beurteilen zu können muss man es aber selbst gespielt haben und das auch etwas länger.Für den Preis von 19,99€ kann man nichts falsch machen.Ich persönlich hoffe das sich viele weitere Leute auf das Spiel einlassen und den Entwickler Reality Twist und dem Publisher Astragon zeigen ,das solch ein Spiel funktioniert und gerne mehr davon auf den Markt kommen darf. Dann auch gerne mit deutscher Synchro 😉  Over and out.

 

 

By | 2015-11-19T19:44:35+00:00 Oktober 29th, 2015|Allgemein, News, Spiele Tests|0 Comments

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Daniel Schwandke

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