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Der Landwirtschafts Simulator 17 im Test

Ach..Das Landleben…Ist es nicht schön? Hier hat man seine Ruhe..Felder soweit man gucken kann und eine…Moment mal? Vierspurige Straße? Ganz genau! In dem neusten Teil des Landwirtschafts Simulator entführt uns das Schweizer Entwicklerstudio Giants Software in die Vereinigten Staaten. Ob der neue Ableger etwas auf den Kasten hat oder genau so ein Desaster wie der Wahlkampf von Donald Trump ist erfahrt ihr in diesem Artikel.



„Schön. Nun bin ich also in den Staaten gelandet. Aber warum ausgerechnet hier? Ich Spiele doch lieber in einem Europäischen Setting“ habe ich mir gedacht als ich das erste Mal gehört habe ,wo die Reise im neuen LS hingeht und habe mit Sorge auf die Map des damaligen Titanium Addons für den LS 13 zurückgeblickt. Umso positiver ist der erste Eindruck der neuen Map Goldcrest Valley gewesen. Die Level Designer haben sich wohl doch einiges aus der Modding Community abgeschaut und endlich mehr Details in der Map versteckt. Dazu aber später mehr. Ich möchte euch auf eine kleine Geschichte einladen..Und zwar die Geschichte meiner ersten Spielstunden in dem Spiel.

13661880_10154018502688778_5567629117719143441_oNoch bevor es überhaupt richtig losging kam schon die erste Überraschung in Form des neuen Menüs für die Grafikeinstellungen. Dort hatte ich gefühlt mehr als doppelt so viele Möglichkeiten meine Spielerfahrung anzupassen als in den Vorgängern. Nach einigen Minuten in dem aber trotzdem übersichtlichen Menü konnte es also losgehen mit dem Spielen. Also auf in den Karrieremodus. Zuvor noch die Map und den Spielcharakter gewählt und auf ins Vergnügen. Etwas beleidigt von der Frage ,ob ich als Simulator Veteran eine Einweisung in die Map bräuchte, ging es also los. Als Startkapital hat man einen Pickup,einen Drescher, drei Traktoren,eine Sämaschine,einen Grubber und einen kleinen Anhänger. Da ich aber ein ungeduldiger Tester bin und mir zu helfen weis ging es erstmal aus dem Spiel raus und rein in den Ordner des Spiels auf meiner Festplatte. Moddingfreundlichkeit bedeutet auch Testerfreundlichkeit. Mit zwei Handgriffen wuchsen die Millionen auf meinem virtuellen Konto.

Mit genug Geld auf dem Konto konnte ich mir euch endlich einen würdigen fahrbaren Untersatz kaufen. In dem Fall der Fendt 939 Vario. Beachtlich war die große Anpassbarkeit des Traktors. Zwillings-,Drillings- oder Breitbereifung. Und noch mehr. Fast genau so kompliziert wie sich heutzutage ein Auto zu kaufen. Eine große Erleuchtung hatte ich nach den Einsteigen in mein neues Stück deutsche Wertarbeit. Einfach losfahren ist nicht mehr. Erstmal schön den Motor starten. Hört sich banal an. Ist aber für Kenner der Reihe ein wichtiger Punkt ,da Giants es jahrelang nicht geschafft hatte dies einzubauen. Auch das fahren an sich war sehr angenehm. Eventuell kommt es auch dadurch ,dass der Wechsel von Vorwärts auf Rückwärts nicht mehr stufenlos ist  ,was ein Gefühl von mehr Realismus bringt.

Aber wohin jetzt zuerst? Ich hatte mich für den Tierhandel entschieden. Mit dem Gedanken „Ich gehe Schweine koofen“ ging es mit dem Viehtransporter übers Land. Faule Landwirte können natürlich immer noch die Option wählen sich die Tierchen liefern zu lassen. Aber wo bleibt denn da der Spaß? Auf dem Weg zum Schweinehof bereute ich schon meine Entscheidung nicht den LKW mit dem großen Viehtrailer gewählt zu haben…Die Fahrtzeiten sind echt lang. Zwei gefühlte Ewigkeiten später ,war ich endlich mit meinen Schweinchen am Hof angekommen. Doch nun standen sie da auf der Wiese und brachten mir immer noch kein Geld ein. Dazu müsse ich sie erst vermehren und dann wieder verkaufen. Zum erfolgreichen Geschlechtsverkehr müssen aber auch Schweine gut genährt sein. Also schnell etwas Wasser und fertige Futtermischung herangekarrt und los geht’s mit dem fröhlichen..naja..Ihr wisst schon.

13693002_10154018502208778_7294836377249521386_oVöllig entnervt von den Strapazen wollte ich ,etwas schönes machen. Am besten mit großen Geräten…In den Sinn kam mir sofort passend zur Jahreszeit die neue Rübenmaus. Aber dafür musste ich erstmal mit dem Rübenroder ran. (Schnell) zum Feld gefahren und den hoffentlich etwas schlaueren Helfer eingestellt und zugeschaut was passiert. Zum Glück hat der Helfer das Wenden allein gemeistert. So konnte ich mich nun den wirklich wichtigen Dingen zuwenden, der neuen Übersichtskarte bei der man sogar zoomen kann..Ob diese neue technische Errungenschaft erst in den letzten zwei Jahren bei den Eidgenossen angekommen ist, kann ich aber nicht beurteilen. Auf jeden Fall macht es das orientieren angenehmer. Für jene ,die auch im echten Leben nicht mehr ohne Navi nach Hause finden gibt es auch Wegpunkte ,welche als große grüne Säulen in der Landschaft in Erscheinung treten. Die Erkundung bahnbrechender Neuerungen wurde aber je durch eine nette Einblendung unterbrochen. Der Bunker vom Roder war voll. Da ich ja die Rübenmaus nutzen wollte ,bin ich also zum Rand des Feldes gefahren, um dort eine sogenannte Miete zu erstellen. Der Haufen ist beachtlich groß geworden und ich habe mich wie ein Kind an Heiligabend gefreut. Also her mit der Maus und rann an den Haufen! Dank des neuen Tip-Anywhere Prinzips kann man endlich ordentlich Rüben ernten…

Als logische Schlussfolgerung zur ernte wollte ich nun los und das Zeug verkaufen..Ehrlich gesagt wollte ich eigentlich nur den ZUG fahren. Ja genau für den alten Hobby Lokführer gibt es jetzt auch Züge mit denen Schüttgüter und Holz transportiert und verkauft werden können. Dazu gibt es auch genug Verlade-/Umladebahnhöfe und Verkaufsstationen ,die mit dem Zug schneller erreichbar sind. Ein weiter Grund die Waren wieder schnell loszuwerden sind die begrenzten Silo Kapazitäten. Ist das Lager voll muss entweder für eine Stange Geld angebaut oder die Ware direkt verkauft werden…Mit meinem kleinen Bummelzug bin ich dann also einmal über die Map gerast und habe es danach trotz des fehlenden Realismus in Sachen entgleisen für gut befunden. Groß angepriesen wurde auch die Tatsache ,das Felder jetzt gepflügt und mehrfach gedüngt werden müssen um den maximalen Ertrag zu erzielen.  Frei nach dem Motto „Immer raus damit“ darf man sein Feld jetzt also mit Gülle,Mist,Dünger und Pflanzenschutzmitteln vollpumpen bis nichts mehr geht. Aber so wird es halt nun mal gemacht in den Staaten und leider auch noch oft in Deutschland…

Ich könnte noch stunden weiterschreiben aber ich befürchte ,das ich die Tür mal wider nicht zu bekomme. Also gibt es hier erstmal die Test Wertung und danach die Antwort auf die Frage ob der LS17 ein komplettes Spiel oder doch nur bestenfalls ein Addon zum Vollpreis ist.

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